Romeo und Julia, Adam und Eva, Aste­rix und Obelix oder auch Susi und Strolch – es gibt Namen, die gehö­ren ein­fach zusam­men. So wie die Flönz und Kar­ne­val. Die Flönz gibt es nur im Rhein­land, wo auch der Kar­ne­val aus­ge­las­sen gefei­ert wird. Jeder Jeck isst an Kar­ne­val gerne Blut­wurst und dich­tet auch gerne einmal Lieder auf die regio­na­le Spe­zia­li­tät des Rhein­lands. Halten wir also fest: Flönz und Kar­ne­val gehö­ren ein­fach zusam­men. Punkt. Aber wieso eigent­lich?

 

Geschütz­te Her­kunfts­be­zeich­nung

Der Ursprung der Flönz und auch des belieb­ten Gerichts „Himmel un Äad“ liegt bekannt­lich im Rhein­land. „Flönz“ darf sich übri­gens nur die Wurst nennen, die auch wirk­lich kom­plett im Rhein­land und nach stren­gen Regeln her­ge­stellt wurde. Der Begriff ist durch die EU mit dem Kürzel „g.g.A.“ aus­ge­zeich­net worden, was „geschütz­te geo­gra­fi­sche Angabe“ bedeu­tet. Das heißt aber nicht, dass es die Blut­wurst nicht auch woan­ders gibt – nur heißt sie dort eben Blut­wurst und nicht Flönz. Und mal ehr­lich: Schme­cken tut sie hier ein­fach immer noch am besten.

 

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Die Flönz – eine lange Tra­di­ti­on

Die Flönz ist schon seit 100 Jahren im Rhein­land zuhau­se – näm­lich seit dem Ende des 19. Jahr­hun­derts. Die Tra­di­ti­on der Blut­wurst blieb vor allem auf dem Land erhal­ten und hat sich im Laufe der Zeit wei­ter­ent­wi­ckelt. Heute kennt jeder das belieb­te rhei­ni­sche Gericht und an Kar­ne­val min­des­tens einmal Flönz bezie­hungs­wei­se das bekann­te Gericht „Himmel un Ääd“ zu essen, ist ein­fach ein Muss. Das Wort „Flönz“ kommt übri­gens aus dem Rhei­ni­schen und ist der mund­art­li­che Aus­druck für die lecke­ren Wurst­zip­fel, die viele Metz­ger früher güns­tig ver­kauf­ten. Dieser Aus­druck für ein Arme-Leute-Essen über­trug sich im Laufe der Zeit auf die Blut­wurst, da diese auch zu einem Groß­teil von armen Leuten geges­sen wurde. Heute wird die Flönz von allen Men­schen geges­sen – ob arm oder reich. Kein Wunder, schließ­lich schmeckt sie auch ein­fach unfass­bar lecker.

 

Wieso ist die Flönz an Kar­ne­val so beliebt?

Natür­lich hat die Flönz im Rhein­land ganz­jäh­rig Saison und wird in jedem Kölner Brau­haus ange­bo­ten, trotz­dem gibt es eine Zeit im Jahr, in der die Flönz in aller Munde ist: an Kar­ne­val. Aber warum eigent­lich? Der Kar­ne­val ist der Inbe­griff für Tra­di­ti­on und Brauch­tum, Gesel­lig­keit und Tole­ranz – genau­so wie die rhei­ni­sche Blut­wurst. Wie kein ande­res Gericht schafft sie es, dass alle Men­schen zusam­men­kom­men, schließ­lich ist die Flönz auf beiden Seiten des Rheins beliebt. Zum Kar­ne­val gehö­ren tra­di­tio­nel­le und regio­na­le Pro­duk­te ein­fach dazu. Und kein Essen ist im Rhein­land so mit Tra­di­ti­on und Regio­na­li­tät ver­bun­den wie die Flönz. Sie eint die Men­schen einer ganzen Region und zieht auch Men­schen aus ande­ren Län­dern in ihren Bann.

 

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Die Flönz und der Kar­ne­val

Die Flönz ist sogar schon so sehr mit dem Kar­ne­val ver­bun­den, dass sie es in zahl­lo­se Kar­ne­vals­lie­der, ‑sit­zun­gen und Büt­ten­re­den geschafft hat. Auch Thea­ter­stü­cke, Anek­do­ten und Ver­an­stal­tun­gen widmen sich ganz dem rhei­ni­schen Kul­tur­gut. Wer ein rich­ti­ger Fan der Blut­wurst ist, kann sich inzwi­schen sogar schon als Flönz ver­klei­den – was will man mehr?

Umge­kehrt hat auch der Kar­ne­val Einzug in die Flönz gehal­ten – ähh, oder sagen wir besser, die Flönz hat an Kar­ne­val Einzug in unse­ren Magen gehal­ten. Schließ­lich ver­speist jeder Jeck in der fünf­ten Jah­res­zeit mehr Blut­wurst als sonst im Jahr. Der Begriff wurde im Laufe der Jahr­hun­der­te zu einem Syn­onym für das Regio­nal­ty­pi­sche, Ehr­li­che und Unge­küns­tel­te – und genau darauf haben die Narren an Kar­ne­val am meis­ten Lust, neben dem Feiern natür­lich.

 

Kamel­le auf Flönz-Art

Zu Kar­ne­val gehö­ren neben Alaaf, Strüß­jer und Flönz natür­lich auch Süßig­kei­ten. Da ver­wun­dert es nicht, dass die Kölner es geschafft haben, ihre Lieb­lings­wurst auch mit der Kamel­le zu ver­bin­den. Inzwi­schen gibt es sogar Bon­bons aus der lecke­ren Blut­wurst. Zum Aus­wer­fen sind die aber nicht geeig­net, man genießt sie am besten frisch gemacht.

 

Kar­ne­val im Himmel und auf Erden

Fast kein Gericht wird so sehr mit der Blut­wurst in Ver­bin­dung gebracht wie das Köl­sche Tra­di­ti­ons­ge­richt „Himmel un Ääd“ – zu Deutsch Himmel und Erde. Kein Wunder also, dass das Gericht auch an Kar­ne­val beliebt ist. Himmel und Erde besteht eigent­lich erst einmal aus Kar­tof­feln und Äpfeln und hat noch nicht viel mit der Flönz zu tun. Die kam erst später hinzu und ist im Rhein­land inzwi­schen fester Bestand­teil von „Himmel un Ääd“. Oft­mals kommen auch noch Zwie­beln und Speck dazu.

Das köst­li­che Gericht ist das ganze Jahr über gefragt, wird aber an Kar­ne­val beson­ders häufig geges­sen. Die Rhein­län­der lieben nun einmal ihre Blut­wurst – und wir auch! Haben Sie auch Lust auf Himmel und Erde? Dann pro­bie­ren Sie das lecke­re Gericht doch ein­fach mal aus, mit unse­rem köst­li­chen ist das kin­der­leicht!

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Die Flönz bei GS Schmitz

Wir lieben Kar­ne­val – und vor allem lieben wir die Flönz! Bei uns bekom­men Sie die tra­di­tio­nel­le Blut­wurst sogar in höchs­ter Bio-Qua­li­tät. Wir befül­len die lecke­re Wurst noch von Hand. So können Sie sicher sein, die beste Qua­li­tät und Fri­sche zu erhal­ten.

Kennen Sie eigent­lich schon unse­ren Flönz-Butler? Dieser ist auch an Kar­ne­val auf zahl­rei­chen Ver­an­stal­tun­gen in und um Köln unter­wegs und ser­viert Ihnen rhei­ni­schen Genuss zum Anfas­sen und Schme­cken. In diesem Sinne: Flönz Alaaf!

 

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